DIE LIKEDEELER

Klaus Störtebeker ist dir ein Begriff? Zusammen mit z.B. Gödeke Michels sind sie als Vitalienbrüder in die Geschichte eingegangen. Bemerkenswert an der Bruderschaft ist ein gesellschaftliches norddeutsches Phänomen: Ende des 14. Jahrhunderts zählten sie zu den besser gestellten Kaperunternehmen an Nord- und Ostsee.

Ihr Bruderschaftsname rührte wahrscheinlich von den Viktualien – Lebensmittel. Ihre Vorgehensweise als Selbstversorger: Schiffe kapern, Lebensmittel und Tauschbares erbeuten und die Beute zu gleichen Teilen aufteilen. Daher stammt auch ihr anderer Name „Likedeeler“. „To liken Deelen“ ist niederdeutsch und bedeutet zu gleichen Teilen aufteilen. Beim Teilen haben sie auch der notleidenden Bevölkerung etwas von ihrer Beute abgegeben.

Wir stehen auf das Selbstverständnis der Likedeeler. Und auch wir möchten in naher Zukunft etwas zurückgeben: Wir wollen ein soziales Projekt unterstützen, das sich unter anderem gegen Intoleranz einsetzt.

Quellen u.a. wikipedia.de

 

DAS LABEL

Likedeeler ist ein neues Hamburger Label, das – ganz im Sinne der historischen hanseatischen Freibeuter – ein Steuerrad als Logo hat. Begonnen hat alles mit einer Kollektion von Polo-Shirts. Der Sylter Patrick Diepes hat gemeinsam mit seiner Partnerin Stefanie Discher eine Kollektion von lässigen, extrem gut sitzenden Polo-Shirts lanciert, die sich als Geheimtipp unter Hamburgs Jungs immer mehr verbreiten. Wichtig war den beiden dabei nicht nur der perfekte Schnitt und die gute Passform, sondern auch, dass Qualität gleichbedeutend mit „Bio“ und „Fair“ ist. Die Likedeeler-Produzenten sind G.O.T.S. zertifiziert und Mitglied der Fair Wear Foundation. Seit Jahren selbst überzeugter Poloshirt-Träger, hatte Patrick die Vorstellung von einer Marke für (zunächst) Männer, die standhaft sind, ihr Ziel im Blick haben und geradeaus darauf zusteuern. Das, was sich wie ein romantisches Männerbild aus längst vergangenen Tagen anhört, ist heute aktueller denn je: Es ist wieder angesagt Haltung und klare Kante zu zeigen. Und Haltung bedeutet auch, dass es nicht egal ist, wie und wo die Kleidung produziert wird, die man auf der Haut trägt. Der Likedeeler-Mann definiert Qualität nicht nur über den Schnitt und die Passform. »

Patricks neue Heimat St. Pauli ist bekannt für seine Nähe zum Hafen und seine Seemansgeschichten. Die Shirts sind benannt nach den Straßen um den Hafen herum und heißen zum Beispiel Simon (-von-Utrecht), Clemens (-Schultz) oder Hein (Hoyer) – alle Namen berühmter St. Paulianer, Hamburger oder Kapitäne. Wichtig ist Patrick Diepes und Stefanie Discher nicht nur die Herkunft der Textilien, sondern sie wollen auch etwas zurückgeben. Sie unterstützen aktiv den Verein Laut gegen Nazis, dessen Arbeit beiden am Herzen liegt. Der komplette Erlös von 5,00 € aus dem Verkauf des (ebenfalls) G.O.T.S zertifizierten Likedeeler-Stoffbeutels kommt der Arbeit von Laut gegen Nazis zugute (lautgegennazis.de).